GWA Wingfoil World Cup: Surf-Freestyle
(27. Juli – 1. August 2026)
GWA Wingfoil World Cup Fuerteventura: Surf-Freestyle / WM-Titel Männer+Frauen
Benjamin Castenskiold (DEN) und Nia Suardiaz (ESP) wurden auf Fuerteventura zu den neuen Weltmeistern in der Wingfoil Disziplin Surf-Freestyle gekürt. 16-Jährige US-Amerikanerin Zoe Trudeau gewinnt die Eventwertung auf Fuerteventura.Fuerteventura verwöhnt die Profi-Wingfoilerinnen und -Wingfoiler bei der Weltmeisterschaft auf der Kanareninsel mit allerbesten Bedingungen. Bei beständigem Wind ging es bei diesem Abschlussevent der GWA World Tour in der Disziplin Surf-Freestyle um die Weltmeistertitel.
In der Disziplin Surf-Freestyle zählen die besten Tricks und Sprünge. Kampfrichter bewerten die Darbietungen, bei denen die Teilnehmer im K.O.-System gegeneinander antreten. Wingfoiling entwickelt sich als junge Sportart sehr schnell weiter. Die Tricks werden immer komplexer, schneller und höher.
In der Männerwertung war das Titelrennen nach den World Cups in Leucate (Frankreich), sowie den spanischen Events in Tarifa und Gran Canaria offen. Die Top-Fahrer lagen in der Weltrangliste dicht beieinander und so musste das Ergebnis auf Fuerteventura den Ausschlag geben.
Auf Fuerteventura kam es im Lauf des Wettkampfs zu einem Favoritensterben. Sowohl der bis dahin Weltranglistenerste Thomas Acherer (AUT) als auch der bis dahin Weltranglistenzweite Christopher Macdonald (USA) schafften den Sprung ins Finale nicht. Der lachende Dritte war in diesem Fall der Däne Benjamin Castenskiold. Er gewann das Finale auf Fuerteventura, sprang von Platz drei auf Platz eins der Weltrangliste und schnappte Acherer damit den WM-Titel weg. Acherer landete am Ende auf Platz zwei. Christopher Macdonald muss ich mit dem dritten Platz auf dem Podium begnügen.
In der Frauenwertung hatte die Verletzung von Marie Schlittenbauer vor der Abschlussveranstaltung auf Fuerteventura alle deutschen Titelhoffnungen zunichte gemacht. Dafür freute sich die Spanierin Nia Suardiaz umso mehr. Sie hatte die World Cups in Leucate und Gran Canaria gewonnen und damit schon vorzeitig den WM-Titel nach Spanien geholt. Auf Fuerteventura wurde die Weltmeisterin allerdings geschlagen. Die 16-jährige US-Amerikanerin Zoe Trudeau flog ihrer Konkurrenz aber auf und davon. Auch die neue Weltmeisterin Nia Suardiaz konnte dem Talent der jungen Nachwuchssurferin mit 18,94 Punkten gegen 25,46 Punkten nichts entgegensetzen.
Auf Fuerteventura werden bis zum ersten August noch die WM-Titel in der Disziplin FreeFly-Slalom vergeben.
GWA Surf-Freestyle
WM-Wertung
1 Benjamin Castenskiold (DEN) – Weltmeister 2026
2 Tomas Acherer (AUT) - Vizeweltmeister 2026
3 Christopher Macdonald (USA)
GWA Surf-Freestyle
WM-Wertung
1 Nia Suardiaz (ESP) – Weltmeisterin 2026
2 Viola Lippitsch (AUT) - Vizeweltmeisterin 2026
3 Sofia Ginzinger (ESP)
Countdown zum Finale
29.07.2026 – Der Verlauf der Wettkämpfe nahm heute eine spannende Wendung. Am späten Nachmittag wurden die Halbfinalläufe bei den Männern und Frauen ausgetragen und dabei gab es einige Überraschungen.Bei den Männern schieden mit Chris Macdonald und Tom Acherer zwei Favoriten aus, bei den Frauen setzte die Amerikanerin Zoe Trudeau mit dem höchsten Score des Tages ein Ausrufezeichen.
Schauen wir zuerst auf die Männer: Chris Macdonald erwischte keinen guten Heat, versemmelte insgesamt fünf seiner acht Versuche, schaffte aber zwischenzeitlich mit seinem sauberen Palau Frontside 1080 (9.2 Punkte) den Sprung von Position vier auf zwei.
Dann packte Axel Gerard bei seinem letzten Trick einen nass gelandeten Frontside 1440 aus und löste damit das Ticket fürs Finale - nicht unumstritten, da der Franzose zwei Anläufe benötigte und das Zeitlimit schon überschritten schien.
Chris Macdonald ahnte sein Schicksal angesichts des nicht optimalen Heats, aber die Gewissheit kam erst bei der Rückfahrt an der Strand. Um 0.4 Punkte verpasste der Amerikaner die Chance morgen um den Weltmeistertitel mitzumischen.
Einen Heat später erwischte es auch den momentan Führenden der 2026er Tour-Wertung. Tomas Acherer fehlten am Ende 0.83 Punkte für den Finaleinzug. Den sicherte sich Rocco Makana und damit auch die Chance auf den Weltmeistertitel.
Diese ist aber eher gering, denn der heißeste Kandidat ist der amtierende Champion Benjamin Castenskiold. Der Däne hat in der Gesamtwertung, bei der vier Event-Ergebnisse und ein Streicher berücksichtigt werden, bereits jetzt mehr Punkte (2570) als Tomas Acherer (2470) und Chris Macdonald (2450).
Nur Rocco Makana kann Benjamin Castenskiold im Finale noch vom Thron stoßen, dazu müsste Rocco gewinnen und Benjamin dort nur Vierter werden.
Bei diesem Resultat wäre Rocco Makana Eventsieger und Surf-Freestyle Weltmeister, bei allen anderen Konstellationen würde er das WM-Podium sogar verpassen und Benjamin Castenskiold wäre alter und neuer Surf-Freestyle World Champion.
Benjamin unterstrich heute den Anspruch auf den Titel und legte mit 25.83 Punkten den höchsten Score des Tages aufs Parkett.
Welche Taktik werden wir morgen sehen? Ein Heat auf Sicherheit, um Weltmeister zu werden, oder ein Heat auf Angriff, um auch auf Fuerteventura zu gewinnen? Es geht neben dem Eventsieg ja auch um Preisgeld.
Im Finale werden beide auf Luca Vuillermet und Axel Gerard treffen - ohne Chance auf den Weltmeistertitel, aber heiß auf den Gewinn des GWA Events am Sotavento Beach.
Bei den Frauen steht Nia Suardiaz als Weltmeisterin bereits fest. Aber dahinter haben immer noch Sofia Ginzinger und Viola Lippitsch die Chance auf den Vize-Titel. Beide erreichten heute das Finale.
Dort ist auch Nia Suardiaz dabei. Und die Amerikanerin Zoe Trudeau, die heute auf dem Wasser ähnlich auftrumpfte, wie vor einem Jahr Marie Schlittenbauer.
Zoe Trudeau sprang ihre Moves mit Style, erzielte 10 Punkte für den ersten blitzsauber gestandenen Frontside 720 im Wettbewerb der Frauen. Zusammen mit Palau Frontside 360 und Backflip into Frontside 360 addierte sich ihr Score auf 24.57 Punkte. So ein Heat morgen und der Podiumsplatz ganz oben wäre sicher.
Wingfoil-Action auf türkisblauem Meer
28.07.2026 – 26 Männer und 17 Frauen treten auf Fuerteventura an, um die Weltmeister in der Disziplin Surf-Freestyle zu ermittel. Der Tourstopp der GWA am Sotavento Beach ist der vierte Event des Jahres, Tomas Acherer und Nia Suardiaz führen die Gesamtwertung an.Mit einem Sieg haben bei den Männern aber auch noch der ehemalige Weltmeister Chris Macdonald und der amtierende Champion Benjamin Castenskiold die Chance auf den Titel. Bei den Frauen ist der Titel rechnerische Nia Suardiaz eigentlich nicht mehr zu nehmen, eine offizielle Bestätigung dazu gibt es aber noch nicht. Spannend wir dort der Kampf um die Platzierungen, da liegen aktuell Sofia Ginzinger und Viola Lippitsch auf den Positionen zwei und drei.
Am Montag begann der Wettkampf schon am Mittag, um den zur Zeit noch starken Wind ausnutzen zu können, dieser soll im Wochenverlauf abnehmen.
Bei den Männern stehen bereits 12 der 16 Achtelfinalteilnehmer fest. Den besten Eindruck beim Training und im Wettkampf lieferten heute Christopher Macdonald, Benjamin Castenskiold, Malo Guenole und Luca Vuillermet ab. Palau Backflips, Raley Backflips, Palau Frontside 1080 und Frontside 1440 waren schon zu sehen.
Bei den Frauen stehen die 16 Teilnehmerinnnen der Achtelfinalläufe fest. Alle Wingfoilerinnen, die es in der WM-Wertung noch aufs Podium schaffen können, sind noch im Rennen.
Die Entscheidung könnte schon am Dienstag fallen, bis dahin stehen bei den Frauen noch 7 Heats an. Bei den Männer sind noch 9 Laufe erforderlich, bis Eventsieger und Weltmeister feststehen.


